Agenda







Redner

Maximilian Henne
ist gelernter und studierter Landwirt und CERES Ackerbauer des Jahres 2014. Henne verfolgt einen innovativen, pflanzenbaulich konsequenten Bewirtschaftungsansatz mit 100%iger Direktsaat. Er setzt neue Impulse für den Ackerbau durch das System „grün in grün“ als langfristiges Low-Input-System mit permanentem Zwischenfruchtanbau.
“Krümel werden vom Regenwurm gemacht -  nicht von der Kreiselegge!”
Martin Wiethaler
ist seit über 30 Jahren Biolandbauer. Er hat mit 2 ha angefangen, kultiviert mittlerweile 150 ha, davon 70 ha Gemüseanbau. Vor 10 Jahren hat erste Erfahrungen mit der Dammkultur gesammelt, die er in den letzten Jahren vertieft hat. Dazu zählen auch neue Ansätze in der Grundbodenbearbeitung wie auch ein Saat-Pflegesystem, auch für große Arbeitsbreiten. Darauf aufbauend entwickelte er eigene Ansätze zur Bodenbehandlung, Düngung und Funktion des Bodens.
“Luft für den Boden mit System”
biogemuese.jimdo.com
Nikola Patzel
Bodenkundler und Philosoph
www.bodenkommunikation.info
Dr. Monika Sobotik
ist gelernte Gärtnerin und Botanikerin. Gärtnerische Erfahrungen sammelte sie im Zierpflanzenbau in der Stadtgärtnerei Linz, im Gemüsebau in einem biologisch dynamischen Betrieb auf der Schwäbischen Alb und auf der Threefold Farm in Spring Valley, USA. Seit 1967 hatte sie die Möglichkeit bei Frau Prof. Dr. Lore Kutschera und Prof. Dr. Erwin Lichtenegger an mehreren Wurzelatlas-Bänden mitzuarbeiten. Seit 2009 führte sie das Pflanzensoziologische Institut in Klagenfurt weiter.
“Die Pflanzen in ihrer Ganzheit sind uns wichtig, da weder die Wurzeln noch die Sprosse für sich alleine leben. Die große Bedeutung der Wurzeln für den Aufbau des Humus beginnt bereits bei ihren Spitzen, die währen ihres Wachstums laufend Zellen als Nahrung für die Mikroorganismen abgeben.”
www.wurzelforschung.at
Wolfgang Palme
forscht an der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Wien – Schönbrunn und an der Versuchsstation Zinsenhof bei Melk mit seinem Team seit fast 25 Jahren als Pionier und Wegbereiter zur Gemüsevielfalt und zu alternativen Produktionsentwürfen. Es geht ihm um die Förderung eines ressourcenschonenden, kleinstrukturierten, in echten Sinn des Wortes saisonalen, konsumentennahen, vielfältigen, biologischen Gemüseanbaus. Wolfgang Palme ist Mit-Gründer und Leiter der City Farm Schönbrunn, einem pädagogischen Vielfaltsgarten, wo das Abenteuer Gemüse mit Klein & Groß rund ums Jahr gelebt wird. Er ist auch Autor des im Oktober 2016 erschienenen Buches: Frisches Gemüse im Winter ernten (Löwenzahn Verlag).
“Ressourcenschonender Gemüseanbau nutzt das faszinierende biologische Potenzial der Pflanze statt energiefressendem, investitionsintensivem High-Tech. Bio muss unkonventionell sein!”
www.gartenbau.at
Beatrice Krehl
hat Landschaftsarchitektur studiert, arbeitet aber schon seit mehr als 20 Jahren als Gärtnerin, da sie die praktische Arbeit draussen der Arbeit in einem Planungsbüro vorzieht. Ihre Spezialität ist die Entwicklung und Pflege von naturgemässen Pflanzungen. Ihr besonderes Interesse gilt dabei natürlichen Prozessen, dem Boden und dem Kompostieren. Das hat sie auf die Spur von regenerativer Agrikultur und holistischem Management gebracht. Nach verschiedenen Kursen in Südafrika und England hat sie die Weideplanung für das Landgut “Waltham Place” in England übernommen, wo sie seit 2005 als Obergärtnerin tätig war. Die positiven Effekte, die sie nach der Umstellung beobachtete, haben sie ermutigt, sich einen Kindheitstraum zu erfüllen und mit Kühen – ihren bevorzugten Landschaftspflegern - zu arbeiten.
www.walthamplace.com
Dr. Felix Herzog
ist Agronom und Landschaftsökologe. Er arbeitet seit 25 Jahren in interdisziplinärer Forschung in Projekten in der Schweiz, in Deutschland, in Europa und darüber hinaus. Seit 2000 ist er Forschungsgruppenleiter bei Agroscope. Seine Interessen umfassen die Wechselwirkungen zwischen landwirtschaftlicher Praxis und der Umwelt, Agrarlandschaften und Biodiversität sowie neue Produktionssysteme wie Agroforstwirtschaft.
“Um die künftigen Herausforderungen für Landwirtschaft und Ernährung zu meistern, müssen wir kreativ sein und dürfen uns nicht von Denkverboten einschränken lassen.”
www.agroscope.ch
Benedikt Wittmann
gründete im März 2016 als Quereinsteiger, gemeinsam mit seinem Bruder und einem weiteren Gesellschafter, den Schickermooser Weidehof, einen ökologisch-regenerativen landwirtschaftlichen Betrieb. Hauptstandbein ist die Mast von Hähnchen und Hühnchen in mobiler Weidehaltung, ähnlich dem Polyface „Chicken-Tractor“-Modell, zur Direktvermarktung. Der Betrieb ist eingegliedert in einen größeren Bioland Milchvieh- und Ackerbaubetrieb und optimiert dessen Nährstoffkreislauf. Betriebsziel ist die Umsetzung innovativer Methoden zur Regeneration von Ökologie, Ökonomie und Ethik in der Landwirtschaft. 2017 wurde das Schickermooser-Projekt mit dem „Next Organic Startup Award“ ausgezeichnet.
“Persönliche Initiative, echte wirtschaftliche Selbstständigkeit und der Mut zur Innovation sind für den Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft unabdingbar und müssen viel stärker gelehrt und gefördert werden.”
www.schickermooser.de
Kirsten Grover
ist Diplom-Biologin, Bildungsarbeiterin im Bereich Landwirtschaft und Seminarleiterin in der Freien Ausbildung im Norden. Sie engagierte sich beim Aufbau und der Gestaltung des Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und arbeitet dort seit 2016 als Beratungskoordinatorin für den Arbeitskreis Beratung, der sich der Gründungsberatung aber auch der Prozessbegleitung bestehender Solawis widmet. Ihr persönlicher Fokus liegt auf der Gestaltung von Gemeinschaftsprozessen und -strukturen.
“Gemeinschaft ist der Humus unserer sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung.”
www.solidarische-landwirtschaft.org
Michael Weiß
hat sich an der Universität Tübingen in internationalen Kooperationen jahrelang intensiv mit Grundlagenforschung zur Evolution, Ökologie und Systematik der Pilze beschäftigt. Seit 2015 leitet er das Steinbeis-Innovationszentrum Organismische Mykologie und Mikrobiologie, in dem er daran arbeitet, Ergebnisse seiner Forschung in konkrete Anwendungen für einen nachhaltigen Pflanzenbau zu übersetzen. Er interessiert sich darüberhinaus sehr für die Themen Kompost und Pflanzenkohle. Ein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit der Herstellung effektiver Trockendünger durch Fermentation von Lebensmittelresten mit Biomasse aus der Kulturlandschaft.
„Vielfalt statt Einfalt! Pilze statt Fungizide!“
www.steinbeis.de/su/1905
Harro Colshorn
führt eine Bioland-Gemüsegärtnerei in Bruckmühl, Lkr. Rosenheim, mit Hofladen und eigener Gemüse-Abo-Kiste. Er ist seit über 30 Jahren aktiv in der Verbandsarbeit bei Bioland und ist Initiator und langjähriger Koordinator der Gemeinwohl-Ökonomie in Bayern und im Vorstand des neugegründeten GWÖ Bayern e.V..
„Die Gemeinwohl-Ökonomie ist die dem Ökologischen Landbau entsprechende Wirtschaftsordnung.“
www.bioland-gaertnerei-am-hainerbach.de
Urs Mauk
hat eine Ausbildung als Gemüsegärtner und einen Bachelor der ökologischen Agrarwissenschaft. Zudem Weiterbildungen im Bereich Kompostierung, Soil Food Web (Bodennahrungsnetz), Holistic Management, Key-Line Design und Permakultur. Seit zwei Jahren arbeitet er als einer der Betriebsleiter in der Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof. Neben der Produktion von Gemüse für die Gemeinschaft liegt sein Hauptfokus auf dem Bodenaufbau, der Entwicklung betriebsangepasster Techniken zur Bodenregenerierung und der Gestaltung eines Agrarökosystems.
“Bodenaufbau bedarf eines Paradigmenwechsels gepaart mit Bewusstseinsbildung.”
www.schloss-tempelhof.de
Maya Lukoff
Ihre gärtnerische Reise begann beim Studium der Anthropologischen Landwirtschaft, wofür sie drei Jahre in Bolivien lebte, um die lebendigen Weisheiten der einheimischen Aymara-Landwirtschaft kennen zu lernen. Um geschlossene Kreisläufe, Verlebendigung des Edaphons und kosmische Kräfte im westlichen Kontext zu verstehen, hat sie die Freie Ausbildung für biologisch-dynamischen Gemüsebau in Deutschland absolviert. Seit 2014 lebt sie in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof, wo sie ihrer Leidenschaft für die Landwirtschaft im gemeinschaftlichen Kontext nachgehen kann. Hier beschäftigt sie sich intensiver mit Mischkulturen, Komposttees, Präparaten usw.
“Die lebendige Natur lehrt uns nach gesunden, regenerativen Systemen zu streben.”
www.schloss-tempelhof.de
Sebastian Heilmann
Durch eine längere Zeit in Indien und in der biologisch-dynamischen Bewegung dort, sowie dem Absolvieren der Freien Ausbildung im Norden, hat Sebastian in der Landwirtschaft die Inspiration gefunden, eine aufbauende Landwirtschaft mit zu entwickeln. Erfahrungen sammelte er bisher mit Mutterkühen, Legehennen, Milchziegen, kleingliedrigem Ackerbau, und immer stärker im Gemüsebau, mit Weiterbildungen zum Bodenmikrobiologie, Kompostieren, Komposttees und Mikroskopie. In der Gemeinschaft Schloss Tempelhof geht Sebastian seinem starken Anliegen nach, eine vielfältige und regenerative, kleinbäuerliche Landwirtschaft zu fördern und mit zu formen.
“Essen ist ein politischer Akt.”
(Wendell Berry)
www.schloss-tempelhof.de
Burkhard Kayser
Burkhard Kayser ist freiberuflicher Berater für nachhaltige Landnutzung, Agroforstsysteme und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 1988 praktisch und konzeptionell an Themen zur aufbauenden Landwirtschaft, die er in anschaulicher Form in Beratungen, Planungen und Fortbildungen vermittelt.
"Eine Landschaft ohne Bäume wird zur Wüste. Erst wenn wir diese wieder in der Landwirtschaft nutzen, wird unsere Landschaft wertvoll.”
www.kayser.bio
Stefan Schwarzer
ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 17 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution” und Initiator des Symposiums “Aufbauende Landwirtschaft”. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof.
“Nachhaltig ist nicht genug - dafür haben wir schon zu viele Ressourcen ausgebeutet und zerstört. Wir müssen ein Ressourcen-aufbauende Landwirtschaft betreiben - im Verständnis der Natur.”
www.lebensraum-permakultur.de