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Agenda Symposium Aufbauende Landwirtschaft




Nachklang

Humus macht Leben, Leben macht Humus

Symposium Aufbauende Landwirtschaft im Ökodorf Schloss Tempelhof

Von Ute Scheub und Stefan Schwarzer

„Humus macht Leben, Leben macht Humus“ – ausgerechnet ein konventioneller Landwirt lieferte das schönste Motto für das Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ im Ökodorf Schloss Tempelhof Ende Januar. Michael Reber, der auf seinem Hof nahe Schwäbisch Hall „dramatisch fallenden Erträge“ und „massiven wirtschaftlichen Druck“ erlebte, berichtete dem rund 100-köpfigen Publikum in einem bewegenden Auftritt, durch einen ökologischen Bodenkurs habe sich sein Leben verändert. Seitdem pflügt und spritzt er nicht mehr, verabreicht seinen Pflanzen Komposttees und baut Boden auf. Folge: „Der Mais steht bombig da.“ Die Gemeinschaft Tempelhof hatte den Kongress organisiert, um Fachberater und Praktikerinnen, Bauern und Gärtnerinnen zusammenzubringen. Aufbauende Landwirtschaft, so formulierte sie in der Einladung, sei „die Kunst, Nahrungsmittel zu produzieren und dabei gleichzeitig die natürlichen Ressourcen wieder aufzubauen, die Böden zu verbessern und zu beleben, Wasser zurückzuhalten, Tieren Lebensraum zu bieten und vieles mehr.“ Es geht also um mehr als „bio“, es geht auch um Agroforstsysteme, Holistisches Weidemanagement, Permakultur und weitere agrarökologische Praktiken, die Kohlenstoff aus der CO2-überlasteten Atmosphäre zurück in den Boden bringen und Humus aufbauen. Weltweit angewandt, könnte man damit die Krise von Klima, Wasser und Böden binnen weniger Jahrzehnte bewältigen.

Aber dazu gehört auch eine andere ethische Haltung: Empathie mit allen Lebewesen. Der Biobauer Sepp Braun aus Freising bei München verkörpert diese Fähigkeit auf spürbare Weise. „Ich möchte, dass sich mein Weizen wohlfühlt“, formulierte er in seinem Vortrag. Oder, so fragt er sich: „Was hat die Kuh, der Regenwurm, der Weinstock für Bedürfnisse?“ Seine Kühe dürfen selbständig auf die Weide, die Kälber dürfen nuckeln, seine Hühner haben Fünf-Sterne-Ställe mit viel Auslauf und vorgekeimtem Futter. Der Tierarzt, der immer seltener kam, solle demnächst Geld solange bekommen, wie die Tiere gesund bleiben, und nicht umgekehrt. Sepp Braun betätigt sich auch als innovativer Futterforscher. Die Artenvielfalt in seinen Wiesen lasse den Salvastrole-Gehalt in seinen Milchprodukten steigen, die Menschen friedfertiger machten, berichtete er.

Auch Margarethe Langerhorst, die in Österreich auf nur 1600 Quadratmeter mit bioveganen Intensivgartenbau etwa 40 Kunden plus die eigene Familie ernährt, beeindruckte das Publikum mit ihrer liebevollen Haltung. Sie habe ein herzliches Verhältnis zu den Bauern und Jägern in der Nachbarschaft, denn „jeder Mensch ist auf seinem eigenen Weg“. Sie rede mit Schnecken und Mäusen in ihrem Garten, damit diese verstünden, dass sie auch woanders Nahrung fänden - „und das hat Wunder bewirkt!“

Mit gezieltem Aufbau von Humus und Bodenleben explodiert offenbar die Fruchtbarkeit – dafür gab es auf der Tagung reichlich Beispiele. Die Ergebnisse der Gärtner vom Ökodorf Tempelhof ließen sich in der Kantine des Ökodorfs kosten, sie ernähren über das Modell der Solidarischen Landwirtschaft von etwa drei Hektar rund 200 Personen mit Gemüse. Die kanadische Farm La Grignette versorgt mit ihren Feldfrüchten auf 0,8 Hektar 52 Menschen. Das Team der Ridgedale Permaculture Farm in Schweden erntet auf gerade mal zwei Hektar Gemüse für 25 bis 70 Menschen. Und all diese Beispiele funktionieren ohne schwere bodenverdichtende Traktoren.

Agrarberater Dietmar Näser, Ingrid Hörner, Burkhard Kayser und weitere gaben Einblicke in ihre Praxis, und die Tierärztin Anita Idel („Die Kuh ist kein Klimakiller“) machte deutlich, von welcher globalen Bedeutung Humusbildung durch Weidetiere ist. Ein Mitschnitt des gesamten Symposiums ist demnächst auf www.aufbauende-landwirtschaft.de zu finden.




„Kooperation der Klugen“ vonnöten

Am Tempelhof präsentieren Vordenker und visionäre Praktiker beim dreitägigen Symposium innovative Ansätze für eine aufbauende und nachhaltige Agrarkultur. Hartmut Volk SWP

Die Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof versorgt sich weitgehend selbst mit Lebensmitteln. Sie will sich zu einem Modellbetrieb für eine zukunftsfähige Landwirtschaft entwickeln, die Ressourcen aufbaut, anstatt sie zu verbrauchen. Dazu wurde Anfang des Jahres das Forschungsvorhaben „aufbauende Landwirtschaft am Tempelhof“ ins Leben gerufen. Die Erforschung ganzheitlicher, naturkonformer Ansätze und innovativer Methoden zur Regeneration der Bodenfruchtbarkeit und Förderung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft steht im Mittelpunkt.

Beim dreitägigen Symposium am Wochenende erhielten die aus ganz Deutschland angereisten Besucher jede Menge Input zum Thema. 17 Impulsreferate und ­Erfahrungsberichte von namhaften Landwirten, Gärtnern und Beratern beleuchteten verschiedene Aspekte einer regenerativen und nachhaltigen Landbewirtschaftung. An den Abenden konnten die Themen beim Austausch in Kleingruppen weiter vertieft werden.

Besonderes Augenmerk war dem Aufbau einer stabilen und fruchtbaren Humusschicht gewidmet. Biobauer Sepp Braun schwört dabei auf Vermehrung der Wurzelmasse im Boden. Er integriert Untersaaten und Baumreihen in seine Anbausysteme, praktiziert Mischfruchtanbau und experimentiert mit mehrjährigen Getreidesorten. Bodenbearbeitung betreibt er nur noch minimal und überlässt sie lieber den Heerscharen von Regenwürmern, die er durch aromatische Kräutermischungen im Zwischenfruchtanbau gezielt fördert.

Von seinen Erfahrungen von der Umstellung auf humusmehrende Landwirtschaft berichtete der konventionell wirtschaftende Landwirt Michael Reber aus Gailenkirchen. Stagnation in seinen Erträgen trotz steigendem Aufwand an Mineraldünger, chemischem Pflanzenschutz und hohem Anteil organischer Dünger sorgten dafür, dass er sich auf die Suche nach einer Weiterentwicklung des Anbausystems machte. Das Werkzeug für eine Neuorientierung gab ihm der Bodenkurs bei Friedrich Wenz und Dietmar Näser an die Hand. Näser arbeitet seit 15 Jahren mit Landwirten aller Produktionsrichtungen an der Praxis der Bodenbelebung und berichtete am Samstag aus seiner Tätigkeit. Er arbeitet eng mit Dr. Ingrid Hörner zusammen, die bei der Tagung über praxisnahe und kostengünstige Methoden zur Vitalisierung des Systems Pflanze und Boden referierte.

Die Tierärztin Dr. Anita Idel erläuterte die These ihres Bestsellers „Die Kuh ist kein Klimakiller“. Ihr Blick auf die großen Graslandschaften dieser Erde, die vor dem Einsetzen der Agrikultur von wandernden Weidetierherden bevölkert waren, zeigte auf, dass diese Lebensgemeinschaft die weltweit fruchtbarsten Böden hervorbrachte. Vor diesem Hintergrund brach Idel beim Grünland eine Lanze für ein nachhaltiges Weidemanagement, bei dem Kohlenstoff als Humus gespeichert werde. Dadurch werde die Atmosphäre entlastet und die Bodenfruchtbarkeit aufgebaut.

Für die Integration von Gehölzen im Ackerbau und in der Weidewirtschaft sprach sich der frei­berufliche Berater für nach­haltige Landnutzung, Agroforst­systeme und Permakultur-Designer Burkhard Kayser aus. Urs Mauk, einer der Betriebsleiter in der Gärtnerei am Tempelhof, der zum ­Tagungsauftakt eine Führung durch den landwirtschaftlich-­gärtnerischen Betrieb angeboten hatte, stellte das Landschaftsgestaltungselement „Keyline Design“ vor, bei der die Bodenbewirtschaftung Hand in Hand geht mit einer gleichmäßig nivellierten Wasserverteilung. Und Demeterlandwirt Klaus Strüber hat in einem achtjährigen Vergleichsversuch nachgewiesen, dass sich ein mit dem Pferdegespann bearbeiteter Boden besser entwickelt als bei Bearbeitung mit dem ­Traktor.

Alle Beiträge hätten genug Stoff für ein eigenes Seminar geliefert. Entsprechend groß war der Gesprächsbedarf in den Pausen und an den Abenden. Auch beim Podiumsgespräch mit Organisator und Moderator Stefan Schwarzer vom Tempelhof wurde auf Teilnehmerfragen eingegangen. Konsens herrschte darin, dass das gegenwärtige Agrar­system den Planeten auf Dauer ruiniere und es einer „Kooperation der Klugen“ bedarf, um die bestehenden Strukturen zu verändern, und, wie Sepp Braun es formulierte, eine „faire und ehrliche Partnerschaft mit der Natur“ aufzubauen, die auch den Bedürfnissen der Mitgeschöpfe gerecht werde.




Redner



Referenten und Mitgestalter 

Sepp Braun

bewirtschaftet einem Bioland-Betrieb mit Milchvieh und Saatguterzeugung nördlich von München. Er hat diesen Hof seit 1986 nicht nur konsequent biologisch bewirtschaftet, sondern auch weitgehend energieautonom. Sepp Braun hat sich ganz der Erforschung der Bodenfruchtbarkeit verschrieben. Seit 1984  wendet er die pfluglose Bodenbearbeitung an, seit 1994 Minimal-Bodenbearbeitung ohne Bodenlockerung und ohne Unkrautbekämpfung. Er integriert Wildpflanzen in seine Anbausysteme, praktiziert Mischfruchtanbau und hat ein Agroforstsystem im Kurzumtrieb angelegt.

Seine Wirtschaftsweise leitet er aus der Beobachtung der Pflanzen und Bodentiere und ihrer Ansprüche ab. Sein Ziel ist es, wenig einzugreifen und der Natur abzuschauen, wie es geht.


“Wir arbeiten in Partnerschaft mit der Natur und versuchen die Naturgesetze von Boden, Pflanze, Tier und Mensch am Hof zu verstehen.”


Biolandhof Braun

Josef und Irene Braun

Dürneck 23, 85354 Freising

08161 13249

biolandhof.braun@t-online.de

www.biolandhofbraun.de



Dietmar Näser

arbeitet seit 15 Jahren mit Landwirten aller Produktionsrichtungen an der Praxis der Bodenbelebung. Gemeinsam mit Dr. Ingrid Hörner und Friedrich Wenz entwickelt er die Vitalisierung der Kulturen und Belebung der Böden in der Praxis.


“Bodenaufbau geschieht dann, wenn man das Bodenleben systematisch aktiviert und die Kultur stressfrei wachsen lassen kann.”


Dietmar Näser

Talstraße 56, 01844 Neustadt in Sachsen

03596 5081572

kontakt@gruenebruecke.de

www.gruenebruecke.de




Ingrid Hörner

bewirtschaftet mir ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb. Über viele Jahre hat sich Frau Hörner intensiv mit der Rekultivierung von landwirtschaftlichen Flächen nach baulichen Eingriffen, sowie der Sanierung und Regeneration von geschädigten Dauerkulturen auseinander gesetzt. Intensive Recherchen führten zu erstaunlich praxisnahen und meist kostengünstigen Lösungen, abseits bekannter landwirtschaftlicher Methoden. Seit einigen Jahren arbeitet sie zusammen mit Dietmar Näser und Friedrich Wenz an der Anpassung dieser Methoden an die unterschiedlichen Verhältnisse.


“Die Fähigkeit eines Landwirtes als Sonnenenergie-Manager seiner Felder entscheidet nicht nur den Ertrag und die Qualität seiner Ernten, sondern auch ob Humus auf- oder abgebaut wird.”


Dr. Ingrid Hörner

Brügelfelder Hof, 65468 Trebur

hoerner-trebur@t-online.de




Margarete Langerhorst

bewirtschaftet seit 1973 mit Ihrer Familie in Oberösterreich in 500 Meter Seehöhe einen kleinen Hof mit 3,5 ha Grund. Die seit Anbeginn betriebene kleinflächige, intensive Gemüse-Mischkultur zeigt vorbildlich auf, wie sich nur mit Pflanzen, eigenem Pflanzenkompost und minimaler Bodenbearbeitung per Hand ein hochproduktiver, fruchtbarer Boden schaffen lässt. Der Zukauf nur von Saatgut und Gesteinsmehl ist minimal, auf den Einsatz von Maschinen im Gelände wird verzichtet. Für den Erwerb wird das Gemüse über Abokisten, Verkauf ab Hof und Zustellung im Ort verkauft. Das Gelände ist mit Obst- und Nussbäumen  sowie Kiwi- und Beerensträucher verschiedener Arten und Sorten bepflanzt. Dies alles bietet unzähligen Vögeln und anderen Kleintieren sehr viel Lebensraum - eine Art Waldgarten.


Margarete Langerhorst

Gugerling 5, A-4730 Waizenkirchen

0043 676 4604127

www.gugerling.at




Urs Mauk

Urs Mauk hat eine Ausbildung als Gemüsegärtner und einen Bachelor der ökologischen Agrarwissenschaft. Zudem Weiterbildungen im Bereich Kompostierung, Soil Food Web (Bodennahrungsnetz), Holistic Management, Key-Line Design und Permakultur. Seit zwei Jahren arbeitet er als einer der Betriebsleiter in der Gärtnerei der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof. Neben der Produktion von Gemüse für die Gemeinschaft liegt sein Hauptfokus auf dem Bodenaufbau, der Entwicklung betriebsangepasster Techniken zur Bodenregenerierung und der Gestaltung eines Agrarökosystems. 


“Bodenaufbau bedarf eines Paradigmenwechsels gepaart mit Bewusstseinsbildung.”


Urs Mauk

Tempelhof 3

74594 Kressberg

urs.mauk@schloss-tempelhof.de




Anita Idel

Dr. Anita Idel ist Tierärztin und war von 2005 bis 2008 Lead-Autorin des Weltagrarberichtes (IAASTD). 2013 erhielt sie den SALUS-Medienpreis für „Die Kuh ist kein Klima-Killer!“. Zu den Potenzialen nachhaltiger Beweidung für Bodenfruchtbarkeit, Klimaschutz und biologische Vielfalt hielt sie weltweit über 400 Vorträge – u.a. in Südamerika und Asien. Sie ist Mitbegründerin zahlreicher Organisationen – wie der AG Kritische Tiermedizin (1983), des Gen-ethischen Netzwerks (1986) und der Ges. für Ökolog. Tierhaltung (1991). Seit 1986 hat sie Lehraufträge an verschiedenen Universitäten inne. Als Mediatorin ist sie in den Spannungsfeldern zwischen der Landwirtschaft und dem Tier- und Naturschutz tätig.


Dr. med. vet. Anita Idel

Unterer Sommerberg 12, 36325 Feldatal

anita.idel@t-online.de

http://www.anita-idel.de




Olaf Schnelle

Olaf Schnelle gründete zwei Gärtnereien, die sich in der deutschsprachigen Top-Gastronomieszene rasch einen Namen machten. Die erste Gärtnerei „Essbare Landschaften“ betrieb er von 1998 bis 2014. Sie beschäftigte sich mit der geschmacklichen Vielfalt von Wildkräutern. Seine aktuelle Gärtnerei „Schnelles Grünzeug“ befasst sich mit dem gesamten Spektrum kulinarisch wertvollen Grüns. Das Sortiment umfasst nun neben den Wildkräutern auch Gemüse, Hölzer, Wurzeln und Sämereien. In seiner praktischen Arbeit befasst er sich in seiner kleinen, sehr intensiv bewirtschafteten Gärtnerei mit mobilen Folientunneln und Grünmulch. Das neueste Projekt ist der Aufbau des „Zentrum für Gemüse-Fermentation im Trebeltal“, in dem er in unmittelbarer Nachbarschaft seine Überschüsse verarbeitet.


“Das Gute liegt so nah.”


Olaf Schnelle

Dorow 9, 18513 Grammendorf

038334 283060

os@schnelles-gruenzeug.de

www.schnelles-gruenzeug.de




Michael Reber

Michael Reber bewirtschaftet zusammen mit seiner Familie und 2 Mitarbeitern einen konventionell wirtschaftenden Betrieb mit Ackerbau, Schweinemast und Biogasanlage bei Schwäbisch Hall. Schon über 30 Jahre wirtschaftet der Betrieb pfluglos. Stagnation in den Erträgen trotz steigendem Aufwand an Mineraldünger, chemischem Pflanzenschutz und hohem Anteil organischer Dünger sorgten dafür, dass er sich auf die Suche nach einer Weiterentwicklung des Anbausystems machte. Der Bodenkurs bei Friedrich Wenz und Dietmar Näser gab ihm das Werkzeug für eine Neuorientierung an die Hand, Biomasseproduktion und Humusaufbau in Einklang zu bringen, wohlwissend, dass sich der Betrieb hier erst am Anfang einer langen Reise befindet. Auch die zukünftigen Anforderungen, insbesondere an die konventionelle Landwirtschaft (Dünge-Verordnung, PSM-Zulassungen, etc.), will Michael Reber aktiv angehen.


“Die Umstellung unseres konventionellen Betriebes auf Humus mehrenden Ackerbau wird eine Lebensaufgabe. Dies geschieht aus tiefster innerster Überzeugung, weil wir nur so es schaffen werden, zukünftig die Menschheit zu ernähren und mit Energie zu versorgen.”


Michael Reber

Wittighäuser Straße 27

74523 Schwäbisch Hall – Gailenkirchen

0791 6239

m.reber@t-online.de

www.innovativelandwirtschaft.de




Benedikt Haerlin

Benedikt Haerlin leitet die europäische Initiative „Save our Seeds“ (SOS) für gentechnikfreies Saatgut und organisiert Konferenzen der gentechnikfreien Regionen Europas. Er war Vertreter der Nichtregierungs-Organisationen im Aufsichtsrat des Weltagrarberichts (IAASTD) der UN und der Weltbank. Seither engagiert er sich intensiv für dessen Forderung nach einer radikalen Wende in der globalen Landwirtschaft, u. a. beim Bündnis „Meine Landwirtschaft“, in der europäischen Allianz „ARC2020“ und mit dem Projekt 2000m2.


“Die wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Impulse für eine Neue Bodenkultur kommen möglicherweise aus den Städten.”


Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Büro Berlin

Marienstr.19-20, 10117 Berlin

030 275 903 09

haerlin@zs-l.de

http://www.zukunftsstiftung-landwirtschaft.de/




Klaus Strüber

Klaus Strüber ist Demeterlandwirt und Maschinenbauer. Er hat 2006 eine der ersten SoLaWi in Deutschland gegründet, den Hof Hollergraben, und bis 2015 geleitet. Aktuell ist er als freiberuflicher Berater für SoLaWi tätig und gibt Kurse zu Zugpferdearbeit (die er seit 20 Jahren praktiziert), Hofgründung und Metallbearbeitung.


“Eine Zukunft mit kleinbäuerliche Betrieben und deren guten wirtschaftlichen Konzepten – das wird der Gewinn für alle.”


Klaus Strüber

Hollergraben 4, 23744 Schönwalde

04528 764

info@hof-hollergraben.de

www.hof-hollergraben.de




Sabine Zikeli

Sabine Zikeli ist Agraringenieurin und ist seit 2004 als Koordinatorin für Ökologischen Landbau und Verbraucherschutz an der Universität Hohenheim tätig. Sie leitet dort den internationalen Masterstudiengang „Organic Agriculture and Food Systems“ und bietet Lehrveranstaltungen zum ökologischen Landbau an. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Nährstofflüssen und dem Zusammenwirken von Anbausystemen und Bodeneigenschaften im ökologischen Landbau. 


“Mit der neuen Generation kommen viele neue Ideen in die Landwirtschaft - damit entwickelt sich auch eine neue Verbindung zwischen Stadt und Land. So können in Zukunft ganz neue Agrarsysteme entstehen!.”


Dr. Sabine Zikeli

Universität Hohenheim

Institut für Kulturpflanzenwissenschaften

Fruwirthstr. 14, 70599 Stuttgart

0711 459 23248

sabine.zikeli@uni-hohenheim.de

www.oeko.uni-hohenheim.de




Maya Lukoff

Ihre gärtnerische Reise begann beim Studium der Anthropologischen Landwirtschaft, wofür sie drei Jahre in Bolivien lebte, um die lebendigen Weisheiten der einheimischen Aymara-Landwirtschaft kennen zu lernen. Um geschlossene Kreisläufe, Verlebendigung des Edaphons und kosmische Kräfte im westlichen Kontext zu verstehen, hat sie die Freie Ausbildung für biologisch-dynamischen Gemüsebau in Deutschland absolviert. Seit 2014 lebt sie in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof, wo sie ihrer Leidenschaft für die Landwirtschaft im gemeinschaftlichen Kontext nachgehen kann. Hier beschäftigt sie sich intensiver mit Mischkulturen, Komposttees, Präparaten usw.


“Die lebendige Natur lehrt uns nach gesunden, regenerativen Systemen zu streben.”


Maya Lukoff

Tempelhof 3, 74594 Kressberg

maya.lukoff@schloss-tempelhof.de

www.schloss-tempelhof.de




Sebastian Heilmann

Durch eine längere Zeit in Indien und in der biologisch-dynamischen Bewegung dort, sowie dem Absolvieren der Freien Ausbildung im Norden, hat Sebastian in der Landwirtschaft die Inspiration gefunden, eine aufbauende Landwirtschaft mit zu entwickeln. Erfahrungen sammelte er bisher mit Mutterkühen, Legehennen, Milchziegen, kleingliedrigem Ackerbau, und immer stärker im Gemüsebau, mit Weiterbildungen zum Bodenmikrobiologie, Kompostieren, Komposttees und Mikroskopie. In der Gemeinschaft Schloss Tempelhof geht Sebastian seinem starken Anliegen nach, eine vielfältige und regenerative, kleinbäuerliche Landwirtschaft zu fördern und mit zu formen.


“Essen ist ein politischer Akt.” (Wendell Berry)


Sebastian Heilmann

Tempelhof 3, 74594 Kressberg

sebastian.heilmann@schloss-tempelhof.de

www.schloss-tempelhof.de




Burkhard Kayser

Burkhard Kayser ist freiberuflicher Berater für nachhaltige Landnutzung, Agroforstsysteme und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 1988 praktisch und konzeptionell an Themen zur aufbauenden Landwirtschaft, die er in anschaulicher Form in Beratungen, Planungen und Fortbildungen vermittelt.


"Eine Landschaft ohne Bäume wird zur Wüste. Erst wenn wir diese wieder in der Landwirtschaft nutzen, wird unsere Landschaft wertvoll.”


Burkhard Kayser

Zur Bleiche 24A, 32423 Minden (Westf.)

kayser@agroforst.de

www.kayser.bio



Stefan Schwarzer

Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und arbeitet seit 16 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof.


“Nachhaltig ist nicht genug - dafür haben wir schon zu viele Ressourcen ausgebeutet und zerstört. Wir müssen ein Ressourcen-aufbauende Landwirtschaft betreiben - im Verständnis der Natur.”



Stefan Schwarzer

Tempelhof 3, 74594 Kressberg

st.schwarzer@geois.de

www.lebensraum-permakultur.de